Liebe UmweltwissenschaftlerInnen,

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Umweltwissenschaftler und Ökologen arbeiten in den verschiedensten Berufen, je nachdem in welchem Bereich sie sich während des Studiums spezialisiert haben. So zumindest sieht das Optimum für jeden Hochschulabsolventen aus.

Die Realität ist eine andere: Ökologen arbeiten weder in der „klassischen“ Ökologie noch im Natur-, Arten- oder Umweltschutz. Und „der Umweltwissenschaftler“ arbeitet nicht als Umweltwissenschaftler, so wie es vielleicht ein Biologe, Ingenieur oder Historiker tut. Den Umweltwissenschaftler gibt es nicht!

Dem Umweltwissenschaftler fehlt ein klar umrissenes Berufsbild!

Allerdings: ein Glas ist immer genau so „halb voll“ wie es „halb leer“ ist. Deshalb sehen wir genau dies, ein von Beginn an nicht klar umrissenes Berufsbild, als Chance und es definiert wohl am besten den interdisziplinären Ansatz der Umweltwissenschaften. Viele von uns haben nach dem Studium Fortbildungen hinter sich gebracht, arbeiten in Planungsbüros, in öffentlichen Verwaltungen, sind als Quereinsteiger ins Lehramt gewechselt oder sind an der Uni geblieben, in Forschung oder Forschungsmanagement. Einige sind gänzlich in andere Bereiche eingetaucht, etwa in technische Bezüge oder in die produktionsorientierte Industrie. Dabei zeigt gerade diese Vielfalt an Berufsfeldern, als auch die Integration der Umweltwissenschaften in die verschiedensten Forschungsfelder heute das Anwendungspotential umweltwissenschaftlicher Qualifikationen und Kompetenzen. Ökologie ist längst nicht mehr nur eine Disziplin der Biologie, sondern sie weißt in einem modernen Verständnis wichtige Bezüge zu den Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Planungswissenschaften aus, inspiriert Geistes- und Sozialwissenschaften. Sie bereichert längst die Portfolios „harter“ Naturwissenschaften wie der Physik und Chemie (z.B. in der Earth System Science), liefert wichtige Grundlagen für die Metropolenforschung oder stellt Systemdenken und Modelle für die Nachhaltigkeitsforschung bereit, die sogar im Ganzen ohne die Ökologie nicht denkbar wäre. 

Diese umweltwissenschaftlichen Kompetenzen zu bündeln und über eine Organisation darzustellen, soll nun und in Zukunft nicht nur den Austausch zwischen den Beteiligten erleichtern, sondern auch helfen, den Beruf des Umweltwissenschaftlers nach außen zu vertreten. Diese Notwendigkeit wird nicht nur von Absolventen der UDE so gesehen, sondern gleichfalls von Studierenden und Absolventen z.T. noch aktiver oder „nach unserer Zeit“ entstandener verwandter Studienangebote der Umweltwissenschaften und Ökologie im gesamten Bundesgebiet.

Gegründet werden soll eine Organisation,

_ die als kooperatives Netzwerk arbeitet,

_ die unsere Kompetenzen und Qualifikationen bekannter macht,

_ die uns als Umweltwissenschaftler nach außen vertritt,

_ die neue Entwicklungen auf den Weg bringt, bzw. umweltwissenschaftliche Aspekte in sie integriert.

Damit soll eine Plattform geschaffen werden,

_ über die wir Einfluss nehmen können auf die praxisnahe Ausbildung des benötigten Nachwuchses,

_ über die wir die Möglichkeit zum schnellen, unkomplizierten Austausch zu berufsbezogene inter- und transdisziplinären Themen haben,

_von wo aus wir Kompetenzen anbieten und weitergeben können.

Gegründet werden soll ein Berufsverband, der sich dieser Themen annimmt und als „Klammer“ wirkt.

 

Interdisziplinarität verbindet!

 

Derzeit kooperieren Umweltwissenschaftler der Universität Duisburg-Essen mit Management und Studenten des „Infernum“-Studiengangs, einem Angebot der Fernuniversität Hagen und des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen. Weitere Kooperationen werden folgen.

Wie geht es weiter?

Kommende Woche wird auf diesen Seiten eine Anmeldemaske für den Infernum-Tag und das Gründungstreffen des Berufsverbandes online gestellt. Sobald das passiert ist, informieren wir sie darüber!

17. März, Essen: Ökologen-Stammtisch in Essen. Informationsveranstaltung zu allen offenen Fragen, weiterer Vorgehensweise. Rückmeldungen.

12. Mai 2012, Berlin: Offizielle Gründung des Berufsverbandes auf dem „Infernum-Tag“. Verabschiedung der Satzung, Wahl des Vorstandes, des Beirates und weiterer Positionen.

Veranstaltungsort ist das

Fraunhofer Forum im Spree Palais:

Anna-Louisa-Karsch-Straße 2,

Berlin Mitte

Eine Anreisebeschreibung findet sich hier: http://www.forum.fraunhofer.de/anfahrt.html

 

Rückmeldungen:

Bitte diskutieren sie mit uns, was sie von einem Berufsverband erwarten und/oder wie sie sich einbringen können/wollen.

Wir werden dazu noch einen Blog bzw. ein Forum auf diesen Seiten einrichten und hoffen auf einen Sturm von Rückantworten. Im Moment sind wir am besten über das Kontaktformular und über die Email-Adresse erreichbar unter der wir sie kontaktiert haben. Bitte haben sie Verständnis dafür, dass noch nicht alle Funktionen dieser Webseite freigeschaltet sind. Wir arbeiten daran!

Kommen sie zur Gründungsveranstaltung nach Berlin! Sie sind herzlich eingeladen!!

Alle oben genannten Termine stehen Euch offen. Wir freuen uns über Eure Teilnahme!