Infernum-Tag der Fernuniversität Hagen

Wie schon vor zwei Jahren in Oberhausen, beabsichtigen wir auch in diesem Jahr wieder am infernum-Tag der Fernuniversität Hagen teilzunehmen. Er findet am 24.04.2020 in der Heimatstadt des Internationalen Fernstudienganges Umweltschutz, in Hagen statt. Die diesjährige Veranstaltung steht unter dem Motto „Kunststoffe und Umwelt – Lösungsansätze für eine nachhaltigere Zukunft“. Wir werden voraussichtlich mit drei Leuten an dem Tag anwesend sein und den BV-Umwelt mit einem Infostand vertreten. Weitere Interessenten aus unserem Mitgliederkreis wenden sich bitte an unseren Vorstand. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro; die Anmeldung muss bis zum 31. März über die Homepage des Fernstudienganges (www.infernum-tag.de) erfolgen.

Bericht Wald- und Pilzexkursion

Am 28. September 2019, dem Tag der Mitgliederversammlung, führte der Berufsverband Umwelt eine Pilz- und waldkundliche Exkursion im Landsberger Busch (einem Naturschutzgebiet) in Essen an der südlichen Stadtgrenze zum Kreis Mettmann durch. Vorstandsmitglied Jörg Drewenskus führte in das Exkursionsgebiet ein, das die westliche Terrassenkante des Ruhrtals bildet. Geologisch streicht hier das Rheinische Schiefergebirge aus und zeigt sich hier mit teilweise mittelgebirgsartigem Kleinrelief. Zu Beginn konnte eine ausgeprägte Schieferkuppe, die ein sehr trockener Standort ist, mit einem Hainsimsen-Eichenwald und eingestreuten Hainbuchen demonstriert werden. Die Mehrstämmigkeit der angetroffenen Hainbuchen ist ein deutlicher Hinweis auf die vormalige Niederwaldwirtschaft. Auffällig waren auch die starken, ursprünglichen Eibenbestände in der Strauch- beziehungsweise zweiten Baumschicht. Unmittelbar benachbart dazu ist die Bachaue des hier fließenden Landsberger Baches durch Schwarzerlenbestände auch optisch sofort als Feuchtlebensraum gekennzeichnet. Das Vorkommen des Gegenblättrigen Milzkrautes charakterisiert die Quellaustritte am Hangfuß. Unmittelbar angrenzend konnte das alarmierende Absterben eines ganzen Fichtenbestandes – infolge des Zusammenwirkens von Vorschädigung durch Luftschadstoffe, schlechter Wasserversorgung durch zwei trockene Sommer in Folge sowie den finalen Borkenkäferbefall der geschwächten Bestände auf einem nicht geeigneten Standort – beobachtet werden.
Der 1. Vorsitzende unseres Verbandes, Bernhard Demel, demonstrierte im folgenden kenntnisreich zahlreiche Pilzarten, angefangen mit dem Teerflecken-Pilz (Rhytisma acerinum, s. Foto), der die schwarzen Flecken auf Bergahorn-Blätter verursacht. Neben weiteren phytoparasitischen Pilzen wie dem Brombeer-Weißrost (Kuehneola uredinis) konnten, dank der hinreichenden Feuchtigkeit der letzten Wochen trotz der vorangegangenen starken sommerlichen Trockenheit aber sogar eine ganze Reihe an Großpilzen vorgefunden werden. Direkt am Parkplatz ließ sich bereits ein bemerkenswerter Champignon finden, der Gegürtelte Egerling (Agaricus subperonatus, s. Foto), von dem es in NRW nur neun Fundpunkte gibt. Aber auch „gewöhnliche“ Arten, wie der als Speisepilz beliebte Maronen-Röhrling (Imleria badia), das nur expliziten Pilzkennern zu empfehlende Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) oder der seines angenehmen Geruches so bezeichnete Anis-Trichterling (Clitocybe odora) konnten gefunden werden. An ökologisch bedeutsamen Arten konnten auch Holzzersetzer wie der Münzenförmige Rindenkugelpilz (Biscogniauxia nummularia), die Langstielige Ahorn-Holzkeule (Xylaria longipes) und der Buchen-Schleimrübling (Oudemansiella mucida) gefunden werden. Insgesamt war das Pilzaufkommen mengen- und artenzahlmäßig somit zwar lange nicht durchschnittlich, doch um einiges besser als nach der anhaltenden Dürre zu erwarten gewesen wäre und mit dem als Highlight zu sehenden Gegürtelten Egerling gelang ein bemerkenswerter Fund; die Exkursion kann also sowohl aus waldkundlicher wie aus mykologischer Sicht als erfolgreich angesehen werden.

Bericht Exkursion Läppkes Mühlenbach

Am 19.9.2019 hat der Berufsverband Umwelt die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet, die in Haus Ripshorst in Oberhausen an der Stadtgrenze zu Essen ansässig ist, besucht. Direkt vor der Haustüre wurde 2016 der Läppkes Mühlenbach ökologisch umgestaltet. Der Läppkes Mühlenbach ist derzeit noch ein Schmutzwasserlauf, das heißt er ist mit häuslichen Abwässern belastet. Dies sollte eigentlich schon 2018 der Vergangenheit angehören, die Abwässer sollten in einem noch zu bauenden Abwasserkanal geführt werden, während der Bach dann schmutzwasserfrei und geruchlos Richtung Emscher fließt. Dazu wurde 2016 bereits eine Neutrassierung des Gewässers angelegt. Diese Neutrassierung durchschneidet aufgeschüttete Bereiche, die sich im Bereich des ehemaligen Sammelbahnhofes Essen-Frintrop als auch des ehemaligen Stahlwerkes der Gute Hoffnungshütte befinden. Aktuell fließt hier bis heute noch kein Mühlenbach, aber sein zukünftiger Verlauf wurde hier schon entsprechend vorprofiliert. Nur in einer tiefen Senke befindet sich derzeit ein stehendes Gewässer mit Rohrkolben. Trotzdem haben sich natürlich schon spontan Pflanzen- und Tierarten auf diesem sehr trockenen Gelände angesiedelt. In den vergangenen drei Jahren wurde in einem Verbundprojekt der Biologische Station Westliches Ruhrgebiet mit den Universitäten Essen und Bochum die Flora und Fauna genauestens untersucht. Für den Bereich Botanik, der von Corinne Buch von der Biologischen Station bearbeitet wird, wurden jeweils drei Transsekte mit 18 Vegetationsaufnahmen kartiert und ausgewertet. So kann die Vegetationsentwicklung im Zuge der natürlichen Sukzession genauestens dokumentiert werden. Derzeit treffen wir eine Trockenheit ertragende Pioniervegetation auf den sandigen Schotteruntergründen der hier ausstreichenden Rheinterrasse an. Dies wird sich sicherlich mit dem Anschluss dieser neu geschaffenen Renaturierungsstrecke an den wasserführenden Mühlenbach in ein bis zwei Jahren deutlich verändern, hin zu einer durch Gewässer und Feuchtigkeit geprägten Vegetation mit entsprechend veränderter Besiedlung durch Pflanzen- und Tiergruppen.

Bericht des Vortrages “Regionales Mobilitätsentwicklungskonzept für die Metropole Ruhr” vom 14.05.2019

Der Verkehrsplaner Frank Joneit, Mitarbeiter des Regionalverbandes Ruhr (RVR), Referat Regionalentwicklung, Team Mobilität, informierte den Berufsverband Umweltwissenschaften e. V. ( BV-Umwelt) sowie weitere Interessierte am 14.05.2019 im Veranstaltungszentrum Grend in Essen-Steele  überaus kenntnisreich und engagiert über den aktuellen Entwurf des „Regionalen Mobilitätsentwicklungskonzept für die Metropole Ruhr“. Nach 1,5 h Vortrag nahm er sich noch über 1 Stunde Zeit für die zahlreichen Fragen der Zuhörer und stieg in die vertiefte Diskussion der Ergebnisse ein.

Die Metropole Ruhr geht mit dem aktuell in Erarbeitung befindlichen Regionalen Mobilitätsentwicklungskonzept unter dem Leitbild „Die vernetzte Metropole Ruhr“ neue Wege. In engem Austausch mit den Kommunen, den Aufgabenträgern des ÖPNV, der Verkehrswirtschaft, u.a. soll so ein zukunftsfähiges, Verkehrsträger übergreifendes Gesamtkonzept entstehen. Mit diesem Konzept wird erstmalig eine integrierte, raumspezifische Verkehrs- und Mobilitätsentwicklung auf multimodaler Ebene im Diskurs mit der gesamten Region durchgeführt. Dies geschieht auf Basis einer Stärken-Schwächen-Analyse, auf deren Grundlage Handlungsansätze und darauf aufbauend Projektsteckbriefe erarbeitet wurden.

V.l.n.r. Frank Joneit und Bernhard Demel.

Bericht vom Vortrag im Rahmen des Neujahrsempfanges

Die Journalistin, Dipl. Geologin, M.Sc. Umweltwissenschaften Ute Goerke hielt zum Jahresempfang des BV-Umwelt am 27.02.2019 einen Vortrag zum Thema “Ressourcenvergleich zwischen der ökologischen und konventionellen Landwirtschaft“. Die negativen Effekte der industriellen Landwirtschaft auf das Klima, die stetig geringere Qualität des Oberflächen- und Grundwassers sowie die sinkende Biodiversität sind in aller Munde. In der Masterthesis im Rahmen des Weiterbildungsstudienganges ‚Umweltwissenschaften‘ an der Fern-Universität in Hagen erarbeitete Goerke nun den Ressourcenverbrauchs des Landbaus. Zu den betrachteten Ressourcen gehören alle Stoffe und Treibstoffe, die für die Erzeugung der Feldfrüchte und der Kuhmilch notwendig sind wie Düngemittel, Pestizide, Transporte, aber auch Sojafutter aus Übersee. Werden diese Inputs in die Ökobilanz mit einbezogen, ist Ökomilch deutlich weniger Ressourcen schädigend. Teilweise ist von einem Faktor von bis zu 20 auszugehen. Hier schlagen gerade die energieintensive Produktion der Düngemittel und der boden- und klimaschädigende Sojaanbau sowie deren langen Transporte zu Buche.

Ausgehend von den Ergebnissen stellt sich die Frage sowohl nach dem Willen als auch nach den Möglichkeiten einer Veränderung. Im Vortrag kamen die Potenziale der bereits existierenden transformativen Bewegungen im Bereich der Landwirtschaft und der Ernährung zur Sprache. Eingegangen wurde auch auf die möglichen Effekte einer fleischärmeren Ernährung in Deutschland. Besonderen Stellenwert legte Ute Goerke auf die sommerliche Trockenphase im letzten Jahr, die besonders der Landwirtschaft zu schaffen machte. Die ausgetrockneten Böden besitzen bislang immer noch nicht die übliche Bodenfeuchte für das Frühjahr.

Einladung zum Vortrag: „Regionales Mobilitätsentwicklungskonzept für die Metropole Ruhr“ (14.05.2019)

Ergänzend zum bereits bekannt gegebenen Termin, möchten wir zu folgenden Vortrag herzlich einladen:

Der Verkehrsplaner Frank Joneit, Mitarbeiter des Regionalverbandes Ruhr (RVR), Referat Regionalentwicklung, Team Mobilität , wird über den aktuellen Entwurf des „Regionalen Mobilitätsentwicklungskonzept für die Metropole Ruhr“ referieren.
Die Metropole Ruhr geht mit dem aktuell in Erarbeitung befindlichen Regionalen Mobilitätsentwicklungskonzept unter dem Leitbild „Die vernetzte Metropole Ruhr“ neue Wege. In engem Austausch mit den Kommunen, den Kreisen, den Aufgabenträgern des ÖPNV, der Verkehrswirtschaft, den Kammern und weiteren Akteuren soll so ein zukunftsfähiges, Verkehrsträger übergreifendes, intermodales Gesamtkonzept entstehen.
Mit dem „Regionalen Mobilitätsentwicklungskonzept für die Metropole Ruhr“ wird erstmalig eine integrierte, raumspezifische Verkehrs- und Mobilitätsentwicklung auf multimodaler Ebene im Diskurs mit der gesamten Region durchgeführt, die unter dem Titel „Die vernetzte Metropole Ruhr“ steht. Dies geschieht auf Basis einer Stärken-Schwächen-Analyse, auf deren Grundlage Handlungsansätze und darauf aufbauend Projektsteckbriefe erarbeitet werden.

Die Veranstaltung findet am 14.05.2019 von 19 bis 22 Uhr im Grend statt.

Anmeldungen sind wie immer beim Vorstand der besseren Planung wegen gerne gesehen.

Newsletter des BV-Umwelt 2018-2019 erschienen

Kurzmitteilung

Wie in den letzten Jahren schon, erschien der Newsletter über die Verbandstätigkeiten 2018 nicht zum Ende des Jahres sondern mit etwas Distanz und besten Wünschen und Elan fürs neue Jahr.

Allen Mitgliedern ist er per E-Mail zugegangen. Er ist aber auch hier online zu finden:

Newsletter des BV-Umwelt 2018-19

Im Archiv sind auch die Ausgaben der vergangenen Jahre veröffentlicht.

Bits & Bäume – Die Konferenz für Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Unter dem Motto „Bits & Bäume“ fand am 17. und 18. November 2018 im Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin eine Konferenz zum Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit statt (s. www.bits-und-baeume.org). Diese wollten wir nutzen, um uns über die gegenwärtigen Trends und deren Bedeutung für den BV zu informieren und Kontakte für den Berufsverband aufzubauen. India Chahbari und Bernhard Demel vom Vorstand des BV Umwelt nahmen deshalb im Namen des Verbandes an der Konferenz teil; India Chahbari sei an dieser Stelle für die Organisation von Fahrt und Unterkunft sowie ihr Engagement ganz herzlich gedankt!

Getragen wurde die Konferenz u.a. vom Deutschen Naturschutzring, Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen (DNR) e.V., der Technischen Universität Berlin, Germanwatch e.V., dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Brot für die Welt – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. und dem Chaos Computer Club e. V. (CCC). Sowohl von „digitaler“ wie auch von „nachhaltiger“ Seite waren somit zahlreiche renommierte Organisationen als Ausrichter vertreten. Weiterlesen

Bericht von der Mitgliederversammlung 2018

Die diesjährige Mitgliederversammlung stand erstmalig nicht unter der Notwendigkeit neue Amtsinhaber für die Vorstandstätigkeiten finden zu müssen, sondern konnte sich intensiver (wenn auch nicht ausreichend) mit inhaltichen Themen der Verbandsarbeit beschäftigen. Abgerundet wurde die Veranstaltung im Unperfekthaus durch eine Vortrag zum Thema Recycling vom Elektro- und Elektronikaltgeräte (“E-Schrott”) in Deutschland durch Tilman Bartsch.

Das Protokoll wird Mitgliedern wie gewohnt gerne zur Verfügung gestellt.