Einladung zum Neujahrstreff 2019

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessenten des Berufsverbandes Umweltwissenschaften e.V.,

hiermit laden wir zum Neujahrstreff 2019 am 27. Februar um 19 Uhr ins GREND Kulturzentrum in Essen-Steele ein. Neben der Vernetzung von Umweltwissenschaftlern und Ökologen steht der Vortrag von unserem Mitglied Ute Goerke zum Thema „Ressourcenvergleich zwischen ökologischer und konventioneller Landwirtschaft“ im Mittelpunkt und lädt zur angeregten Diskussion ein.

Wie groß sind die Unterschiede zwischen ökologisch und konventionell erzeugten Ackerfrüchten denn wirklich? Bislang wurden meist die Treibhausgasemissionen, die negativen Folgen durch den Pestizid- und Mineraldüngereinsatz betrachtet. Aber wie groß sind die Effekte im Ressourcenverbrauch, um eine bestimmte Menge Kartoffeln oder Kuhmilch zu produzieren? Was geht als Input in das Produkt überhaupt rein. In meiner Masterarbeit im Weiterbildungsstudiengang Umweltwissenschaften habe ich den sog. Material-Footprint landwirtschaftlicher Produkte bilanziert.

Als Fazit aus diesen Ergebnissen stellt sich die Frage nach einer Umsetzung einer sozial-ökologischen Transformation. Hier stelle ich Potenziale einer Region vor, um eine Transformation zu erlangen.

Die Arbeit fand in Kooperation zum Wuppertal Institut und der Regionalwert AG Rheinland statt.

Anmeldungen werden zur besseren Planung unter oder beim Vorstand erbeten.

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend und einen guten Start ins umweltwissenschaftliche Jahr!

Bericht vom Infernum-Tag beim Fraunhofer-Institut UMSICHT in Oberhausen

Thema des Infernum-Tages am 9.Juni 2018 war die Bewertung der Digitalisierung als Chance für mehr Nachhaltigkeit. Professor Dr. Tilman Santarius von der TU Berlin stellte in seinem Eingangsvortrag die Frage, ob die Digitalisierung Beiträge zur Bewältigung des Klimawandels, des Wassermangels und des Landverbrauchs leisten könnte. Er analysierte zunächst, dass heute bereits 8 % des weltweiten Stromverbrauchs für das Internet benötigt werde. Da heutige Smartphones nur eine Nutzungsdauer von etwa zwei Jahren haben, türmen sich weltweit die Elektroschrott-Berge auf und dies bei einer Recyclingquote von weniger als 2 %. Die Digitalisierung kann zu einer Dematerialisierung beim Konsum führen. Als Beispiel nannte er die Möglichkeit, Musik und Videos aus dem Internet zu streamen, nicht mehr als DVD zu kaufen oder zu leihen. Dennoch sei die digitale Effizienz wichtig, das heißt Endgeräte energiesparend zu produzieren. Er plädierte dafür, die Digitalisierung intelligent und anwendungsbezogen einzusetzen. Für den Bereich des Konsums nannte er Möglichkeiten von sozialen Innovationen wie dem Sharing von Autos und die intelligente Nutzung von hochwertigen Konsumgütern, die nicht mehr selbst besessen werden müssen. Dem steht als Risiko immer gegenüber, dass die Digitalisierung nur zu einer weiteren Konsumssteigerung führen könnte.

Weiterlesen